InstitutslogoAbteilung Grundlagen der Künstlichen Intelligenz, Institut für Informatik, Universität Freiburg


Seminar:

Theorie und Praxis Autonomer Systeme

Sommersemester 2004

Prof. Dr. Wolfram Burgard, Prof. Dr. Bernhard Nebel

Maren Bennewitz, Michael Brenner, Malte Helmert

Alexander Kleiner, Thilo Weigel, Dr. Stefan Wölfl und Dr. Sven Behnke


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Kleiner Seminarratgeber: Vorbereitung

Regel 1: Lies die Quellen sehr genau durch und versuche jedes Detail zu verstehen.

Es hat keinen Zweck, sich über unklare Stellen hinwegmogeln zu wollen. Nach Murphys Gesetz wirst Du Dich während des Vortrags oder spätestens bei den nachfolgenden Fragen in diese Ecke verlaufen.

Regel 2: Informiere Dich über die korrekten Fachausdrücke.

Zum Übersetzen englischer Begriffe unbedingt ein Fachwörterbuch verwenden oder den Betreuer zu Rate ziehen, sonst geschehen Unglücke wie bei dem Studenten, der den "verbandstheoretischen Ansatz" (lattice-theoretic approach) als "gitterförmig theoretische Annäherung" eindeutschte.

Regel 3: Identifiziere Dich nicht zu stark mit dem Autor, sondern wahre eine kritische Distanz.

Stelle Dir immer wieder die Fragen:

  1. Stimmt das, was da steht?
  2. Passt es hier in den Zusammenhang?
  3. Ist es plausibel erklärt und/oder mit Beispielen belegt?
  4. Könnte man die gleiche Aussage anders besser machen?

Diese Regel gilt auch, wenn Du selbst der Autor bist. Vorträge ausarbeiten oder Arbeiten schreiben ist ein iterativer Prozeß. Es ist leichter, etwas vorhandenes zu verbessern als etwas komplett neues herzustellen. Manchmal hilft es allerdings, aufgrund der beim ersten Mal gewonnenen Erkenntnisse alles von Grund auf neu zu schreiben.

Regel 4: Ordne die wesentlichen Themen und Aussagen und erstelle eine Gliederung der Ausarbeitung.

Unterteile die Themen und Aussagen Deiner Quellen in zentrales und zweitrangiges Material und trenne das Wichtige vom Unwichtigen. Zeichne ein Diagramm, das verdeutlicht, wie die verschiedenen Inhalte miteinander zusammenhängen und aufeinander aufbauen. Auf dieser Grundlage solltest Du dann Deine Ausarbeitung in Abschnitte und Unterabschnitte gliedern. Möglicherweise erkennst Du an dieser Stelle, dass Du noch zusätzliches Material benötigst, um Lücken in der Gliederung zu füllen. Versuche in diesem Fall eigenständig passende Quellen zu recherchieren oder wende Dich an Deinen Betreuer.

Regel 5: Fasse die zentrale Aussage, die Du machen willst, in einem Satz zusammen.

Deine Leitfrage muss lauten: "Wenn sich jemand nur an eine Sache aus meinem Vortrag oder meiner Ausarbeitung erinnern wird, welche soll das sein?" Jeder Text und jeder Vortrag sollte eine zentrale Aussage haben. Natürlich wird man sich in aller Regel mit mehr als einer Idee, einem Algorithmus oder einer mathematischen Aussage befassen, aber diese Teilinhalte müssen immer durch einen Gesamtzusammenhang in Beziehung stehen.


Valid HTML 4.01!Valid CSS!helmert@informatik.uni-freiburg.de, 7. August 2003